Life begins at the end of your comfort zone” — ein Satz, den jedes AIESEC-Mitglied (auch “AIESECer” genannt) früher oder später hört und der einen über die gesamte Zeit in der Organisation begleitet. Bei AIESEC geht es darum, herauszufordern und sich vor allem selbst Herausforderungen zu stellen, die außerhalb des gewohnten Alltags, außerhalb der Komfortzone liegen. Nur — wie funktioniert das in einer Studentenorganisation, die Studierende auf Austausch schickt, in der Studierende selbst ausbilden und trainieren, die Finanzpläne aufstellen und in der jede Position in der Regel nur ein Jahr von der selben Person besetzt wird? Ein kurzer Blick hinter die Kulissen:

Aufbau und Organisation — ein paar “Hard Facts”

AIESEC ist in mittlerweile 126 Ländern vertreten, auf jedem Kontinent und rein studentisch geführt — von Studierenden für Studierende. Da jedes Jahr tausende neue Mitglieder aufgenommen werden, weil in etwa genauso viele Mitglieder die Organisation verlassen, bedarf es bei einer so hohen Fluktuation einer festen Struktur:

AIESEC ist weltweit in sechs Regionen eingeteilt: Africa, Asia Pacific (AP), Central and Eastern Europe (CEE), Ibroamerica Growth Network (IGN), Middle East and Northern Africa (MENA) und Western Europe and Northern America (WENA). AIESEC International, als höchste internationale Ebene, sitzt in Rotterdam und wählt jährlich den “President of AIESEC International”, der/die dann für ein Jahr Vorsitzende/r von AIESEC ist.

In jedem Mitgliedsland gibt es einen Nationalen Vorstand, der die einzelnen Lokalkommitees des Landes koordiniert und — die internationale Strategie zugrundelegend — berät und in ihrer Arbeit unterstützt. Und dann gibt es die bereits genannten Lokalkommittees in einzelnen Städten mit ebenfalls jährlich wechselnden Vorstandsmitgliedern, die gemeinsam mit den Mitgliedern den Austausch planen und umsetzen.

Über diese dreistufige Organisation (international — national — lokal) soll sichergestellt werden, dass AIESEC sich in die selbe Richtung bewegt und alle von dem gegenseitigen Wissen profitieren können.

Seien es Studierende, die sich dazu entscheiden mit AIESEC ins Ausland zu gehen oder die Organisation auf dem Campus ihrer Universität direkt zu unterstützen — für uns steht die Entwicklung des Führungscharakters im Vordergrund. Grob unterteilen kann man den Austausch in die Bereiche “Incoming Exchange” und “Outgoing Exchange”, sowie soziale- und Fachpraktika, die entweder zur Verfügung gestellt (“Incoming”) oder für die Studierende rekrutiert und in die jeweiligen Lokalkommitees im Ausland geschickt werden (“Outgoing”).

Die Motivation einen Unterschied zu machen

Doch was bewegt diese 70.000 Mitglieder so viel Zeit und Mühe in eine Organisation zu investieren — ohne dafür bezahlt zu werden?

Das erste Team zu leiten mit Anfang 20 und nicht erst mit 40, Erfahrungen mit Herausforderungen in der Teamarbeit zu sammeln, ein Marketingkonzept zu planen, einen Jahresabschluss mit den Finanzen des Lokalkommitees zu erstellen oder eine Konferenz zu organisieren — all das sind einzigartige Lernerfahrungen und Softskills, die man nicht in der Universität erwerben kann, und die für Leben und Lebenslauf unbezahlbar sind.

Aber das was die meisten zu ihrer Arbeit bewegt und motiviert auch über lange Zeit bei AIESEC zu bleiben sind einzelne Momente, Momente, auf die es wirklich ankommt. Wenn man zum Beispiel einen internationalen Praktikanten vom Flughafen abholt, der das nächste halbe Jahr in einem deutschen Unternehmen verbringen und vielleicht sogar länger bleiben wird. Oder einen Studierenden wieder in Deutschland begrüßt, der oder die vor 6 Wochen nach Südamerika zu einem sozialen Projekt geflogen ist und von seinen Erfahrungen berichtet. Das Gespräch auf einer Konferenz mit jemandem, dem man im Alltag nie über den Weg gelaufen wäre und der vieles in Frage stellt, woran man bis jetzt geglaubt hat oder nicht wusste, dass es auch eine andere Möglichkeit gibt. Im Endeffekt geht es um die Menschen, die 70.000 Gesichter mit 70.000 Geschichten und Perspektiven und all die Leute, denen wir die Möglichkeit geben, ihre Geschichte mit einer Auslandserfahrung ein bisschen neu zu erzählen.

All das ist, was einen Unterschied macht und warum sich die Arbeit, die Stunden neben Studium und Freizeit, auszahlen.

Was ist deine Geschichte? Bereit für eine Veränderung?

Entdecke ein neues Kapitel und join the youth movement — registriere dich jetzt auf www.aiesec.de/mitgliedschaft

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