poverty – Altersarmut, Kinderarmut, Bildungsarmut ….

Armut suggeriert, dass ein Ungleichheit besteht, dads ein Mensch von einem Gut weniger hat als es im Allgemeinen als Mindestsatz angesehen wird. Die klassische Kategorisierung „du bist arm“, „du bist nicht arm“ bezieht sich auf das Einkommen. In Deutschland entspricht das in einem Einpersonenhaushalt, einem Einkommen von 979 Euro pro Monat.

Du bist Student und hast monatlich weniger als 979 Euro zur Verfügung? Herzlichen Glückwunsch du bist offiziell als arm eingestuft. Die sogenannte relative Armut ist ein weit verbreitetes Phänomen unter der Elite von Morgen.
Aber ist es überhaupt möglich mit einem Einkommen von weniger als 979 Euro zu leben ?
Ja, es kann ab und an schwierig sein und trotz Bafög und Nebenjob eng werden, aber es geht. Hey, ich studiere und bin offiziell arm. Mir steht eindeutig weniger zur Verfügung, als das, was die Armutsgrenze vorsieht und ich hatte schon Monate, in welchem ich im Dispo war. Aber dennoch kann ich mir ab und zu etwas gönnen und ein Urlaub ist auch mal drin. Ebenso würde ich mich nie als arm bezeichnen. Ich bin in meinen 20ern, stehe am Anfang meines Lebens und arbeite gerade hart daran, um irgendwann über diese Armutsgrenze hinweg zu kommen. Jedoch ist mein aktuelles Leben nicht schlecht, auch wenn ich zu der armen Bevölkerungsschicht gehöre. Ich habe die Chance etwas zu erreichen, ich habe die Möglichkeiten meine finanzielle Situation zu ändern, andere haben dies nicht.
Ich liebe es zu verreisen Südamerika ist mein absoluter Lieblingskontinent, ich habe nach dem Abitur einige Monate Regale zusammengeschraubt und Kisten geschleppt, um mir dies leisten zu können, aber das war okay. Ich hatte die Möglichkeit Geld zu verdienen, um mir diesen Wunsch dort hin zu reisen zu erfüllen.
In Columbien bin ich gestartet, dort bin ich umher gereist und habe mich von der Kultur, der Landschaft und dem dortigen Leben verzaubern lassen. So viele Farben, so viel Lebensfreude und so viel Armut. Dort habe ich verstanden was Armut bedeutet. Abgemagerte Menschen, Menschen ohne ein Dach über dem Kopf oder Menschen, die in einer kleinen zusammengeschusterten Metallhütte leben und dafür eine horrende Miete zahlen.
Ein Gefühl von Irrglauben, Nachrichtenbilder, Dokumentationen aus dem Fernsehen und Überforderung machte sich in mir breit. Ich war bestürzt, wollte helfen und gleichzeitig erleichtert in einem Land zu leben, indem man trotz Dach überm Kopf und vollem Magen als arm gelten kann. Ich weiß es kann schwierig sein, auch in Deutschland, das Geld ist knapp und man kauft sich nur Brot oder Reis, weil einfach nichts anderes drin ist. Aber es gibt Sozialleistungen, die zumindest einen Teil abfangen und in meinem Fall habe ich die Chance daran etwas zu ändern.
Im Zuge meines Aufenthaltes habe ich mich entschieden 2 Monate ein dort ansässige Grundschule zu unterstützen. Ich habe Kinder unterrichtet, mit ihnen gespielt und mittags Essen in der Kantine verteilt.
Ich habe für mich eine neue Definition für Armut gefunden.

Autorin : Mirijam S.

 

 

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